Veröffentlicht am 28.01.2026

Die besten Schriften für Hochzeitseinladungen

So wählt ihr die perfekte Typo für Einladungen, Save-the-Date und Menü. Mit Beispielen, Font-Paarungen und Druckhinweisen.

Ratgeber & Tipps Gästeliste & RSVP Mittel (5-8 Min)
Die besten Schriften für Hochzeitseinladungen: Auswahl und Tipps

Das Wichtigste:

  • Schriften prägen die Stimmung eurer Einladung stärker als jede Farbe.
  • Setzt auf eine kleine Palette aus zwei bis drei Fonts mit klarer Hierarchie.
  • Beachtet Lesbarkeit, Lizenzen, Sprachzeichen (ÄÖÜ ß) und Druckqualität.

Warum Schriftarten eure Einladung tragen

Die Typografie ist die Stimme eurer Hochzeit auf Papier. Sie entscheidet, ob eure Einladung elegant, verspielt oder urban wirkt. Noch bevor jemand den Text liest, kommuniziert die Schrift die Stimmung. Genau deshalb lohnt sich die bewusste Wahl – für Einladungen, Save-the-Date, Menü und eure Website.
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Die Emotionen hinter den Schriftarten

Serif

Klassisch, ruhig, hochwertig. Ideal für feierliche Trauungen in Schloss, Palais oder historischer Villa. Beispiele: Cormorant, Canela, Garamond-Varianten.

Sans Serif

Modern, klar, selbstbewusst. Passt zu Stadthochzeiten, Industrieräumen und minimalistischen Konzepten. Beispiele: Neue Haas Grotesk, Söhne, Inter.

Script

Handschriftlich, intim, romantisch. Perfekt für Namen oder kurze Akzente. Achtet auf gute Lesbarkeit und hochwertige, nicht zu verschnörkelte Schnitte.

Display

Charakterstark und aufmerksamkeitsstark. Sparsam einsetzen, etwa für Monogramm oder Überschrift. Immer an Druckgröße und Kontrast denken.

Eine oder mehrere Schriften?

Kurz: Baut euch eine Palette aus zwei bis drei Fonts. Eine Serif oder Sans für den Fließtext, eine markantere für Überschriften und optional eine elegante Script für Namen. So bleibt alles konsistent, wirkt aber lebendig. Eine einzige Schrift kann funktionieren, wenn ihr mit Größen, Laufweite und Schnitten arbeitet. Für die gesamte Suite (Einladung, Details, Menü, Sitzplan, Website) gilt: Wiederholt eure Palette, damit sich ein roter Faden ergibt.

Wo finde ich gute Schriften?

  • Google Fonts für zugängliche, webtaugliche Auswahl.
  • Adobe Fonts für kuratierte Bibliothek inklusive Webnutzung.
  • Foundries aus dem DACH-Raum: Dinamo, Grilli Type, HvD Fonts, TypeMates.
  • Kommerziell kuratiert: MyFonts mit großer Bandbreite und klaren Lizenzoptionen.
    Tipp: Prüft, ob Umlaute und das ß sauber gezeichnet sind. Viele internationale Schriften unterstützen Deutsch, aber nicht jede überzeugt beim Kerning.

So trefft ihr eure Wahl

  1. Definiert eure Stimmung: edel, modern, botanisch, urban, cozy. Schriften, die diese Stimmung stützen, kommen auf die Shortlist.
  2. Testet echte Texte: Namen, Uhrzeit, Adresse. Nur so seht ihr Laufweite, Ziffern und Umlautformen.
  3. Legt eine Hierarchie fest: Überschrift, Subline, Body. Macht die Unterschiede deutlich genug.
  4. Mischt Kontraste: Filigrane Serif mit klarer Sans. Script sehr sparsam und groß genug, sonst kippt die Lesbarkeit.
  5. Prüft die Web-Option: Für eure RSVP-Seite braucht ihr oft eine Webfont-Lizenz.
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Nutzung und Umsetzung

Lesbarkeit vor Ornament

Schönheit wirkt nur, wenn man sie lesen kann. Wählt ausreichend Schriftgröße und Zeilenabstand. Script-Schriften nur für wenige Wörter. Zahlen und Sonderzeichen vorab prüfen.

Lizenzen klären

Nutzen, was erlaubt ist. Desktop für Layout, Webfont für RSVP, eventuell zusätzlich App oder E-Reader, falls ihr ein digitales Gästebuch plant. Klärt die Anzahl der Installationen im Team.

Druck entscheidet

Uncoated Papier macht feine Linien weicher, Metallic-Folie lässt Kontraste stärker wirken. Für Letterpress eignen sich klare Formen und nicht zu dünne Haarlinien. Vor dem großen Druck ein Andruck oder Proof lohnt sich.

Sprache und Zeichen

Für deutschsprachige Einladungen braucht ihr sichere Umlaute, Kapitälchen und schöne Anführungszeichen. Achtet auf OpenType-Features wie Ziffernarten für Datum und Uhrzeit.

Drei inspirierende Looks

  • Elegant Natural: Cormorant Garamond für Fließtext, Canela für Headlines, eine feine Script für eure Namen. Warmes Naturpapier, Blindprägung für das Monogramm.
  • Modern City: GT America oder Söhne für Headlines, eine ruhige Serif wie Lyon oder Freight für den Body. Schwarz auf Weiß, klare Ränder, vielleicht Spotlack auf der Überschrift.
  • Artsy Romance: Eine weiche Serif wie Le Jeune oder Editorial New mit einer reduzierten Script. Farbige Kante am Karton, Ton-in-Ton Druck für subtile Tiefe.

Fazit

Eure Typo ist kein Detail. Sie ist die Bühne für eure Geschichte. Mit einer kleinen, durchdachten Palette, klarer Hierarchie und Blick für Druck und Lizenzen wird aus Papier ein Gefühl – vom Save-the-Date bis zur letzten Menükarte. Wenn ihr euch unsicher seid, startet mit einer Serif plus einer Sans und ergänzt eine Script nur, wenn sie wirklich etwas erzählt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Schriften sind ideal für unsere Suite?

Zwei bis drei. Eine für Fließtext, eine für Überschriften und optional eine Script für Akzente. So bleibt es konsistent und nicht überladen.

Können wir Free Fonts nutzen?

Ja, wenn die Qualität stimmt und die Lizenz passt. Prüft Umlaute, Kerning und Web-Lizenz. Google Fonts ist oft eine gute Basis.

Brauchen wir für die RSVP-Website eine extra Lizenz?

Meist ja. Für die Online-Nutzung braucht ihr eine Webfont-Lizenz, die seiten- oder trafficbasiert sein kann. Details stehen in den Lizenzbedingungen.

Welche Papierarten passen zu feinen Serif-Schriften?

Unbeschichtete Naturpapiere wirken warm, können aber feine Haarlinien schlucken. Für sehr filigrane Schriften eignen sich glattere Papiere oder Folienprägung.

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